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    13 oktober

    Spätsommer

    30.09.2009 bis 13.10.2009

    Nach dem Taifun (der am Ende gar nicht so wild war wie er in den Medien aufgebauscht wurde) herrscht in Tokio nun angenehmes Spätsommerwetter und ich genieße jeden Tag in vollen Zügen. Sonne Letzte Woche haben wir Antoine´s Geburtstag im Karaoke gefeiert (siehe Foto) und ich habe erneut im Club Amrax in Shibuya aufgelegt. Diesmal waren mehr Leute da und die Stimmung war sehr ausgelassen. Party-Smiley

    Desweiteren habe ich Carla auf ihrem Unicampus besucht. Sie lebt etwa 50min. von Tokio entfernt in einer Stadt namens Tsukuba. Dort gibt es fast ausschließlich Akademiker. Vor ca. 6 Jahren gab es hier nur eine riesige Uni aber nun haben die Japaner eine Stadt drumherum gebaut und diese in sehr kurzer Zeit mit Leben gefüllt. JungeMädchenAm Abend haben wir einen Tanz von Japanern aus Okinawa (die subtropischen, südlichen Inseln Japans) gesehen. Nur vom bloßen Zuschauen konnte man spüren das die Mentalität auf diesen Inseln ganz anders als im übrigen Japan ist.
    Insel mit Palmen




    04 september

    野球

    31.08.2008 bis 04.09.2008

    Nachdem Shota und ich uns getrennt haben bin ich heim, hab ne Mütze Schlaf genommen um dann am Abend für die Party fit zu sein. Party-Smiley Ich war wieder im "Womb" in Shibuya um erneut meinen Lieblings DJ in Japan zu bestaunen. Diesmal war es wirklich wie ein Rockkonzert als er sein Turntable genommen hat, auf die Bühne gestiegen ist und das Teil wie eine E-Gitarre benutzt hat. Wahnsinn! Note Danach haben noch die Streetlife DJ´s (Kitsune) ihr bestes gegeben meinen Arsch zu rocken aber Osawa hat mich so alle gemacht das mit mir dann nicht mehr viel anzufangen war.

    Am Sonntag habe ich mich mit meinen Arbeitskollegen im Tokio Dome getroffen. Jedes Jahr findet ein grosses Baseballturnier statt bei dem repräsentative Firmen jeweils für ihre Stadt antreten. Wir (Mitsubishi FUSO) sind für Kawasaki gegen JR Kyushu ins Feld gezogen. Ich dachte immer Baseball sei stinklangweilig (und eigentlich ist es das auch) aber mit den Japanern ist das sauwitzig. Animoticon Anders als im Fussball wird immer der jeweils agierende Spieler angefeuert und das machen sie mit Liedern, Cheeleadern, Fächern und was es noch so alles gibt. Ich habe meine Kollegen so noch nicht gesehen. Einige haben auch ihre Familien mitgebracht was ich mich natürlich auch sehr interessiert hat. Ich mag einige Kollegen wirklich sehr und habe eine freundschaftliche Beziehung zu Ihnen. Alle waren dann ganz traurig weil wir verloren haben und aus dem Turnier raus sind.

    Nun ist es schon Donnerstag und die Arbeitswoche ist bald rum. Es reicht auch denn weil diese Woche die wirklich ganz hohen Tiere aus Deutschland kommen mussten wir viel vorbereiten und ich musste auch manchmal Überstunden schieben (was ja eigentlich nicht schlimm ist aber bei einer Regelarbeitszeit von 11 Stunden...?). Verwirrtes Smiley

    20 augustus

    Hakodate

    17.08.2007 bis 20.08.2007

    Unser erster Eindruck hat uns nicht enttäuscht, Hakodate ist ein sehr attraktives Städtchen. Zum Sightseeing war die Temperatur (19°C) Smiley mit geöffnetem Mund ideal, obwohl ständig Nieselregen fiel. Beim Bummel durch die Stadt haben wir noch ein paar Mitbringsel besorgt und das Museum der Nordvölker Ainu besucht. Petra macht den zaghaften Versuch ein schönes Kleidungsstück zu kaufen. Nach einer Stunde gibt sie enttäuscht auf - die Japanergrößen sind einfach zu schmal.  Zum Abendessen fällt uns eine Sushibar ins Auge, dort steht aber schon eine mindestens Halbestundeschlange (Japaner stehen gerne an).Verärgertes Smiley Daneben ist ein Restaurant mit einheimischen Essen, dass Geschlonze ist uns ausreichend bekannt und wir lassen es lieber links liegen. Was die Japaner so alles aus dem Meer holen und dann auch noch essen ist erstaunlich. Zum Schluss verschlägt es uns in eine Pizzeria, selbst der Italiener ist hier fest in japanischer Hand.

    Michi hats verpennt, den Tag beginnt er entsprechend grantig. Nach dem Frühstück geht es zur Goryakakufestung, deren Grundriss aussieht wie ein Pentagramm. Leider ist davon nichts mehr zu sehen, wir wären aber nicht bei den Japanern wenn sie sich nicht als Entschädigung etwas anderes ausgedacht hätten. Sie haben einen ca. 100m hohen Turm gebaut von dem man das Fünfeck und ganz Hakodate überschauen kann. Noch ein bisschen Geschichte in Zinnfiguren erzählt und den Turm als Plüschfiguren an Plüschfiguren verkauft, schon ist die Einnahmequelle fertig. Ansonsten kommen wohl nicht so viele Touristen nach Hakodate, wir werden ganz schön beguckt. Weinendes Smiley Von den Kindern ganz offen, die Erwachsenen verstohlen aber freundlich und sehr interessiert. Den Tag lassen wir in der Sushibar ausklingen.

    Am Sonntag war unser Adventure Tag. Beim Frühstück noch sehr unentschlossen, ob dieser Tag überhaupt ein Thema haben sollte (meine Männer werden nämlich langsam Tourmüde) wurde doch sehr schnell klar: Zum Sonntag gehts ins die Natur. Etwa 30km von Hakodate liegt der Onuma-Nationalpark mit See, den wir bequem mit der Bahn erreichten. Der Streitpunkt des Tages: Wie wird er umrundet? Zu Fuss? Oder zu Pferd? Oder mit dem Rad? Oder mit dem Kanu? Die Entscheidung viel auf Letzteres, die uns die Bekanntschaft mit James Berry (Amerikaner aus Boston, studierte in Hawai Philosophie und Sprache, seit 20 Jahren als Aussteiger in Japan und unser Tourguide bei der Kanutour) einbrachte. Die Tour war wirklich nett. Smiley Am Fusse des aktiven Vulkan Mt. Higurashi (303m), dem durch einen Ausbruch vor 2 Jahren seine Spitze explodierte, entsponnen sich interessante Gespräche aller Art. Sehr gutes Essen im deutschen Restaurant "Wald" rundete den Tag ab.

    Am Montag ist unser letzter Erholungstag in Japan, bei dem wir 5km Shimanomeile hinter uns gebracht haben. Wir sind doch tatsächlich an 3 Angelläden vorbeikommen und Karl-Walter war hin und weg. Engel

    Es ist fast unglaublich was wir hier in 3 Wochen alles gesehen und vor allem Dingen alles durcheinander gegessen haben. Heute Mittag gab es Indisch. Abschliessend kann man sagen, um mit den Worten von Karl-Walter zu sprechen: "INDIEN DEN INDIANERN; JAPAN DEN JAPANERN; DIE SÄFTER KOMMEN HEIM; LASST UNS WIEDER REIN." Morgen fahren wir 10 Stunden mit der Bahn gen Süden um in Osaka zu übernachten und am Mittwoch die lange Heimreise anzutreten. Michael fliegt über Zwischenstopp Korea nach Hause. Wir hatten eine sehr schöne Zeit und ich hoffe ihr hattet genauso viel Spass an unseren Zeilen wie wir selbst.
    Animoticon
    13 augustus

    Hoshi Onsen

    10.08.2007 bis 12.08.2007

    Es tut mir sehr Leid, dass ich keine neuen Fotos hochladen kann aber in den letzten Tagen hat mein Vater immer die Kamera mit und macht (sehr schöne) Fotos. Leider hat er sein Datenkabel nicht mit, sodass wir die Bilder nicht Online stellen können. Aber wir sind ja sowieso bald wieder in Deutschland und dann wird er euch das bestimmt groß und breit vorstellen. Strebersmiley Ich werde statt dessen eine Karte mit unserer Reiseroute hochladen. Heute schreibt wieder Mutter über unsere Erlebnisse aus ihrer Sicht (die sich ja nicht mit meiner Sicht decken muss): Smiley mit herausgestreckter Zunge

    Heute haben wir unsere Reise in die Bergwelt Japans fortgesetzt. Die Temperaturen sind erträglicher, dass Ryokan "Chujokan" ist altjapanisch aber sehr gemütlich und luxuriös. Nach 3 Badegängen im Onsen sind wir fertig und denken nur noch an das typisch japanische Essen am Abend, dass uns auf dem Zimmer serviert wird. Wir sitzen auf dem Boden, nur durch Papierwände von der Bergwelt getrennt und draussen rauscht ein kleiner Wasserfall. Cooles Smiley Nach Nordhäuser Doppelkorn und Cola kommt ein sehr gewöhnungsbedürftiges Essen in den Raum. Aber ansonsten geht es uns hier saugut!!!

    Nach vielen Onsengängen und Bier haben wir gut geschlafen. Am Morgen gibt es wieder Frühstück aufs Zimmer, da gibt es Sachen, wo es dem Hund samt Hütte graut. Es stehen 40 Schälchen, Stövchen und Schächtelchen auf dem Tisch. Michael erklärt uns, dass die Japaner auf diese Art zu Essen total abfahren. Krankes SmileyWir haben jedoch das Mittagessen erst einmal abbestellt. Das ist zwar wunderschön zum anschauen aber selbst Karl-Walter streikt nach soviel Fisch. Danach begehen wir den grössten Fehler des Tages - wir gehen wandern. Gegen 10 Uhr machen wir uns auf die Socken. Der 4km Trip beinhaltete etwa 400 Höhenmeter auf denen wir nicht nur mit Hitze, sondern auch mit aggressiven Blutegeln zu kämpfen haben: Es war die Hölle. Verärgertes Smiley Danach geht nichts mehr. Den Rest des Tages wird nur noch relaxxt und Korn-Cola konsumiert. Vaters Spruch des Tages: "Wenn das Abendessen kommt, gibts wieder eine Wurmkur!"

    Am nächsten Tag geht es weiter nördlich nach Matsushima (östlich der Stadt Sendai). Leider sind die Temperaturen hier immer noch sehr warm mit hoher Luftfeuchte. Schon auf der Hinfahrt sehen wir das Meer. Hier in der ländliche Gegend wird auch mehr Gemüse angebaut, was Karl-Walter natürlich auch sehr interessiert. Zuerst einmal muss was zu futtern her - und zwar ohne Fisch!!! Animoticon Dann gehen wir über die rote Brücke, die die Insel Fukurajima mit dem Festland verbindet. Von dort hat man sehr schöne Ausblicke auf die umliegenden kleinen Inseln. Spruch des Tages von Karl-Walter: "Die haben hier zwar High-Tech Küchen die im Internet Milch bestellen können, aber in diesem Hotel muss man die Birne rausdrehen, wenn man das Licht ausschalten will."

    01 juli

    Denn sie wissen nicht was sie tun...

    28.06.2007 bis 01.07.2007


    Heute übergebe ich die Feder einmal an André, der die Reise zum Fuji schildern wird. Bitte:

    Der Trip begann in Tokio, wir fuhren mit der Bahn nach Kawaguchiko, wo wir auf Michi und Philipp trafen. Die Reise ging mit dem Fuji-Express durch die umliegende Landschaft, wo uns schon das erste Mal ein Blick auf das bevorstehende Unternehmen gewährt wurde.
    Ein Berg, der noch mit seiner Spitze im Nebel verhüllt war.
    Im Backpacker (modere Jugendherberge) sind wir dann gut zwei Stunden vor Michi und Philipp angekommen. Gleich wurden, dank des kostenlosen Internetzugangs, alle E-Mail gecheckt, an Freunde und Familie geschrieben und von unserem Tokio-Abenteuer berichtet.
    Nach gut zwei Stunden war das Chaos-Bergsteigerteam dann komplett, 4 Deutsche am Fuße des Fuji.

    Nach einer herzlichen Begrüßung gab es lecker Essen, beim Inder…würzig ist kein Ausdruck…das brennt zweimal!
    André und Michi sind dann noch in ein Onsen und haben gechillt.
    Danach wollten wir uns ins Bett legen, geht ja morgen auf den Fuji (3776m), da jedoch keiner ratzen konnte, sind wir rüber ins Zimmer von Michi und Philipp.
    Dort haben wir bei lustiger Unterhaltung zwei drei Bierchen aufgenommen. Auf der Glotze lief Terminator 3 auf japanisch……..gut das man so einen Film auch ohne die Sprache rafft.
    Nachdem wir erholsam geschlafen hatten wurden die Rucksäcke für die Tour fertig gemacht.
    Bemmen wurden geschmiert und die am Vortag gekauften „Hello Kitty-Würstchen“, später mehr davon, wurden verstaut.
    Nach einer letzten Henkersmahlzeit, fuhr uns der Bus auf die 5. Station das Fuji (2305m).

    Wir also im Bus, hatten uns vorher noch eine Nummer vom Taxi geben lassen, da fällt Michi und Philipp (den Pappnasen) doch auf, dass se ihre Handys im Backpacker vergessen hatten.
    Na ja die Not zur Tugend gemacht, an die Information und ein Taxi zu um 22:30 Uhr bestellt, auf japanisch, mit Händen und Füßen.
    Antje war die ganze Angelegenheit nicht ganz geheuer, am Arsch der Welt ohne Handy,9 Stunden Weg vor uns und der letzte Bus ging schon Nachmittags zurück.
    Vorab, nach Information von der Rezeption im Backpacker dauert der Aufstieg 6 und der Abstieg 3 Stunden, Omas und Kinder inbegriffen (nur japanische).
    Der Aufstieg begann und wir waren alle noch guten Dinge, siehe Foto. Keiner hatte auch nur den blassesten Schimmer, was uns erwarten würde.
    Bis zur 6. Station war der Weg zwar stetig bergauf, jedoch hatten wir das Gefühl, das geht ja ganz locker. Doch der Fuji hatte noch ein paar Überraschungen für uns parat. Ooooh jaaaaa!

    Ab Station 6 quälten uns die Höhenmeter, es ging in Serpentinen immer steiler bergauf. Nicht nur Antje fiel es immer schwerer weiter zu laufen… und es waren noch über 1000 Höhenmeter zu überwinden. Das Wort „Bergsteigen“ bekam ab der 7.Station eine ganz neue Bedeutung für uns.
    Es ging über rutschige Steine hinauf zum Gipfel, nach einiger Zeit um genau zu sagen nach gut 3 Stunden kamen wir auf 3250m an. Nachdem wir eine Einheimische gefragt hatten, wie lang der Weg zum Gipfel noch sei und sie uns als Antwort 3 Stunden gab, sank unsere Moral doch schon ein wenig. Da half nur eine kleine Pause und gestärkt mit „Hello-Kitty-Würstchen“ ging es mit einer neuen Technik weiter. Es wurden immer nur kleine Schritte gemacht dafür wurde aber stetig gelaufen. Ohne die Änderung der Klettertechnik wären wohl nicht alle angekommen. Auf dem weiteren Weg belohnte uns der Fuji immer wieder mit einer atemberaubenden Aussicht, welche für alle Mühen entschädigte.

    So stiegen wir immer weiter und nach gut 5 Stunden war der Gipfel das erste mal zu sehen. Da wurde uns bewusst, dass wir auf jeden Fall bis nach oben klettern werden. Nach 6 Stunden war es dann so weit, wir gingen durch ein japanisches Tor und erblickten den Gipfel das höchsten Bergs Japans. Für uns alle ein erhabender Moment.
    Michi und André, sind ja schließlich Deutsche… zauberten erst mal jeder ein Bier aus dem Rucksack. Der Erfolg musste ja schließlich begossen werden.
    Auf dem Gipfel also kurze Rast, da unser Zeitplan doch enger gestrickt war, als wir am Anfang gedacht hatten, 15 Minuten Entspannung am Gipfel.

    Michi und André ein Bier, die anderen Beiden auch ein paar Schlucke, Antje Vulkangestein für die Heimat gesammelt und Philipp 3 Karten geschrieben. Auch schön, denn man hat am Krater ja sonst nix zu tun!
    Kurz noch ein paar Fotos gemacht und beim Tempel auf dem Fuji für eine sichere Rückreise gebetet.

    Die Sonne ging langsam hinter dem Fuji unter und wir waren auf dem Rückweg. Nach unserem Empfinden kamen wir gut voran und das Taxi sollten wir auch schaffen.
    Gut der Abend neigte sich und es wurde langsam Nacht. Die ersten paar hundert Meter kamen wir auch gut voran und die untergehende Sonne wies uns den Weg.
    Zum Glück war ja auch Vollmond, so das wir keine Taschenlampe brauchten. OK, haben wir uns eingeredet, da wir auch diese vergessen hatten.
    Das Sonnenlicht verließ uns jedoch bald und am Berg waren lediglich die Lichter der Berghütten in der Ferne zu bestaunen.

    Wir also, sind ja nicht auf den Kopf gefallen, Kamera raus und das Licht als Taschenlampe gebraucht… ging prima!!!!!
    André die Kamera , ich meine die Taschenlampe in der Hand leuchtet neben 3 weiteren Deutschen, die noch über 1000 Höhenmetern zurück ins Tal mussten. (Zitat Michi: Es war so dunkel wie bei einer Kuh im Arsch!)
    Gut, so zog sich der Abstieg ein bisschen in die Länge und die schwierigen Passagen des Kletterns waren auch manchmal eine Rutschpartie in das sanfte Licht der „Taschenlampe“, aber wir kamen voran.

    Wir machten wenig Pausen, da wir auf jeden Fall das Taxi erreichen mussten. Alle konzentrierten sich auf den nächsten Schritt und wir erreichten gegen 21:00 Uhr die 7.Station. Gut, noch 1,5 Stunden und der Weg war machbar. Nachdem wir die Serpentinen immer weiter runter kamen, wurde uns bewusst… das wird eng. Es war unterdessen 21:50 Uhr und die 6.Station war noch nicht in Sicht. Wir also, mal wieder nicht dumm, beschlossen Michi und Philipp gehen schneller vor und André und Antje nehmen die Rucksäcke und gehen konstant das Tempo weiter.
    Ach, ich habe ganz vergessen zu erwähnen die Kamera war auch am Ende ihrer Kraft und wir latschten im Dunkeln weiter. Es ging jedoch, der steinige Teil hatte ein Ende und es ging auf einer Art Kiesel-Vulkangestein den Berg hinunter……mehr schlecht als recht!

    Michi und Philipp schnell durch die Dunkelheit auf den Weg zur Station 5.
    Es waren also noch 40 Minuten bis zum Taxi und auf Anfrage bei einigen freundlichen Wandersleuten, die uns entgegen kamen, waren es noch 20 Minuten bis zur 6.Station.
    Wir also, wie in einem schlechten Horrorfilm, getrennt voneinander.
    Michi und Philipp im Laufschritt den Berg runter, durchs Dunkel, bei glitschigem Stein und die Zeit lief.
    Nachdem Michi ein wenig jenseits jedes Weges den Berg hinunter gerutscht ist, kamen Michi und Philipp um 22:27 Uhr an der 5.Station an.
    Endlich…doch wo ist das Taxi!?!? Sie wussten, es rollen Köpfe wenn das Taxi nicht kommt (Antje Gedanken).

    Um 22:30 Uhr, genau pünktlich kam das Taxi. Michi und Philipp schon da und warteten auf André und Antje.
    Um 22:35 Uhr kamen dann auch die zwei verlorenen Krieger der Nachhut.
    Zusammen stinkend (man stelle sich einen Frettchenpuff vor) und um mehr als eine Erfahrung reicher verließen wir den Fuji in Richtung Tal, wo uns eine erfrischende Dusche erwartete.
    Wir schleißen mit einem japanischen Zitat:

    „Ein Mensch, der den Fuji einmal besteigt ist weise, wer es zweimal macht, ist ein Dummkopf“


    16 maart

    Extreme Besichting

    14.03.07

    Ich hab die Nacht über kaum Schlaf bekommen. Eine Gruppe von 30 Studenten aus Tokyo haben im Haus übernachtet. Die waren an sich ganz nett (hab mich ein bisschen mit denen unterhalten) aber die haben bis spät in die Nacht gesoffen und rumgealbert – fand ich gar nicht witzig. Die Besitzerin hat sich 1000x bei mir entschuldigt.

    Heute morgen bin ich dann zum Ganman-Ga-Fuchi Abgrund aufgebrochen. Dort gibt es eine Sammlung von Statuen des heiligen Jizo, der Schutzheilige der Seelen verstorbener Kinder. In der Mitte sitzt der Bake-jizo, der alle verwirrt, die versuchen die Statuen zu zählen. Ich habs natürlich versucht: Es ist wirklich schwierig aber ich bin auf 76 gekommen. Eine halbe Stunde später erreiche ich das Yashio-no-yu Onsen. Es ist sehr modern und hat neben einem normalen Becken, einem Sprudelbecken auch ein Rotenburo (ein Außenbad). Herrlich: Draußen waren es +8°C und im Wasser +40°C. Es ist saugeil ständig Wasser, Sauna und draußen rumhocken abzuwechseln – härtet ab! Weil im Bad eine Waage rumstand hab ich mal wieder geguckt was da so los ist und siehe da: Schon wieder 5kg abgenommen (das sind dann insgesamt 10kg in den 4Wochen seit ich in Japan bin). Wenn das so weiter geht, bin ich nur noch ein Strich in der Landschaft. Mir geht’s einfach nur saugut hier!!! Deshalb hab ich gleich nach dem Bad erst mal im Restaurant gefuttert, hehe. Naja, bin dann noch mal 5 km zu den Urami Wasserfällen gewandert. Nikko is Nippon!


    15.03.07

    Morgens habe ich in meiner Unterkunft gegessen. Es gab Misosuppe, Gemüse, Ei, Riesennapf Reis, Marmelade, 2 große Scheiben Brot, Kaffee, Saft…Uff…Man fragt sich wirklich wo die kleinen Japaner das immer alles hinessen und wie sie dabei so schlank aussehen können. Neben mir saßen 2 Mädels und ein Junge (alle Architekturstudenten aus Kanasawa) mit denen ich ein bisschen geplaudert habe. Es gibt immer so Standardfragen: Woher? Warum hier? Wie alt? Magst Du Natto (fermentierte Bohnen – etwas glibbrig aber ich mag es)? Warum gerade Japan?….

    Ich bin nach dem Essen gleich aufgebrochen weil ich viel vor hatte. Zuerst gings mit dem Bus nach Akechi-daira. Schon die Busfahrt ist spannend: Es geht auf engen Straßen mit dem Bus auf einen Berg (die Ansichten waren atemberaubend). Von der Haltestelle sollte eine Gondel auf eine Aussichtsplattform gehen. Ich hatte mal wieder Pech und habe eine 2wöchige Ruhepause erwischt. Ein paar Japaner bemerkten meine Misere und nahmen mich freundlicherweise mit dem Auto auf den Berg mit. Dort hab ich dann die 97m hohen Kegon-Wasserfälle bestaunt. SUBERASHIIII! Mit einem Aufzug kann man 100m nach unten fahren und die Schönheit in ihrer vollen Pracht bestaunen. Dann bin ich um den landschaftlich wunderbaren Chuzenji-See spaziert und hab mir den Futara-san-jinja angeschaut (heißt wie sein Schwesterschrein in Nikkô und sieht auch ähnlich aus).

    Nach etwa einer Stunde hatte ich die Ryuzu-Wasserfälle erreicht (waren nicht ganz so beeindruckend wie der berühmte Vorgänger). Ich wollte dann eine 3stündige Wanderrute zum Yumoto Onsen gehen aber ab 1355 Höhenmeter war dann Schluss – ich brauchte Schneeschuhe. Es waren etwa 20cm Schnee und das ging beim besten Willen nicht mit meiner bescheidenen Ausrüstung. Wirklich schade – wollte doch so gerne in das Onsen. Es fuhren auch Busse hin aber ich hab dann auf gelesen, dass es erst ab April offen hat und so bin ich wieder nach Nikkô gedüst. Nach all dem japanischen Essen in letzter Zeit brauchte ich mal wieder meine geliebte Pizza und ein paar Nudeln – geil!


    16.03.07

    Warum tu ich mir eigentlich diesen Stress an? Ich bin heute gut und gerne 20km durch die Gegend gelatscht. Angefangen hat das mit einer harmlos erscheinenden Wanderung von 8km, die allerdings über einen Berg ging. Nach etwa 1½ Stunden war ich dann auf dem Nakimushi (bitte keine falschen Assoziationen ) und treffe zum ersten mal auf Menschen: Mitten auf dem Berg hocken 2 japanische Opi´s, futtern Chips und trinken Bier. Die sahen nicht halb so stark aus wie ich und klettern da in ihrem Alter einfach noch rum wo ich echt zu kämpfen hatte. Die Japaner erstaunen mich immer wieder. Wir haben dann noch ein bisschen gequatscht und die beiden bestanden unbedingt darauf, dass ich etwas zu essen mitnehme.

    Der Abstieg war dann nicht mehr so schwer wie der Aufstieg aber dafür gefährlicher (seht euch mal die Bilder an): Es war mehr eine Klettertour als eine Wanderung. Endlich unten (nach etwa 3½ Stunden) hab ich erst mal Futter gebraucht. Ich bin also wieder in die Stadt und habe ein kleines Lokal gefunden, wo die ganze Wand voller Zettel und Visitenkarten von Gästen ist. Ich habe Yakitori (Hünchenspieße), Nudeln und Reis gegessen – das war so ziemlich das allerbeste was ich bisher gemammelt hab!! Frisch gestärkt hab ich mich dann noch ins Nikkô Onsen gemacht und entspannt. Es war OK aber nicht so gut wie das letzte Onsen. Es war mir mit 45°C irgendwie zu heiß für diesen anstrengenden Tag. Zum Abschluss hab ich mir dann noch ein Grüntee-Eis gegönnt: Hat aber nich geschmeckt. Ich meine: Bitteres Eis? Wer will das schon?

    22 februari

    Ahhhh.

    22.02.07
     
    Gestern Abend ist zum Glueck mein Adapter wieder aufgetaucht. Er war in meinem alten Zimmer. Ich weiss gar nicht was ich ohne ihn machen wuerde. 
     
     
    Heute war ich wandern im Kibune- und Kurama Tal, 10km noerdlich von Kyoto. Die Gegend hat wunderschoene Berge und Waelder mit vielen Tempeln und Schreinen. Ich bin also vom Kibune Tal auf den Berg gewandert und von dort ins Kurama Tal. Es waren zwar nur ein paar km aber ich bin fix und alle gewesen weil es immer nur steil bergauf ging. Endlich im Tal angekommen, besuchte ich dann zur Belohnung das Kurama Onsen. Und das war wirklich eine Belohnung...
     
    Also ein Onsen ist eine heisse Quelle in bergiger Region. Um einen herum ist alles kalt und man sitzt schoen in seinem heissen Onsen. Das Wasser ist oft sehr mineralreich und schwefelig (also auch gut gegen einige Leiden). Vorher muss man sich allerdings gut abduschen weil das Bad nicht fuer die Reinigung, sondern nur zur Entspannung gedacht ist (deshalb ist das Wasser auch schoen klar). Ich stieg also wie Gott mich schuf in die heisse Quelle und war einfach nur noch begeistert.  Der Blick auf den Berg und die Waelder waren wunderschoen. Ich dachte es wird dann wie in der heimischen Badewanne dann doch irgendwie zu kalt aber im Gegenteil: Nach einer Weile haelt man es nicht mehr aus vor Hitze und muss mal kurz aus dem Wasser bevor es weitergeht. Die Japaner wissen echt wie man relaxt. Ich will das auf jeden Fall nochmal machen aber diesmal auf einem richtig hohen Berg mit Schnee drumherum. Schade, dass es sowas in Deutschland nicht gibt.
     
     
     
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