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11 september Sommer 09.08.2009 bis 11.09.2009 Ich hoffe Ihr alle hattet einen wunderbaren Sommer! Vor etwa 2 Wochen bin ich dann zum Reisen aufgebrochen. Weil alle Flugtickets hoffnungslos überteuert waren (Sommerurlaub) habe ich mich für eine erneute Reise innerhalb Japans entschieden. Zunächst war ich mit Sven in Hiroshima. Das Atombombenmuseum war für uns sehr erschütternd, besonders die verbrannten Schuluniformen kleiner Kinder und die dazugehörigen Bilder. Besonders schockiert haben mich auch die Luftaufnahmen vor dem Abwurf und danach. Die Stadt wurde wirklich innerhalb eines Moments vollständig ausgelöscht. Ich habe in einer Unterkunft ein Mädchen kennengelernt und Sie sagte mir, Sie sei aus Kanada. Im Laufe des Gesprächs stellte sich jedoch heraus, dass Sie Amerikanerin war. Sie schämte sich. Von Hiroshima aus haben wir dann noch Tagesausflüge zum Onose-no-taki (Wasserfall) und zur wunderschönen Insel Miyajima gemacht. Das schwimmende Tor im Meer zählt zu den 3 schönsten Ansichten Japans und in der Tat war die ganze Szenerie wie in einem Märchenbuch (sogar Rehe liefen da in Massen rum). Ich hatte einen kurzen Zwischenstopp in Fukuoka, bin dann aber nach 3 Stunden weitergereist weil ich die Stadt super langweilig fand (ähnelte mir zu sehr Tokio). In Nagasaki habe ich mich erneut mit der Geschichte des Atombombenabwurfs auseinandergesetzt. In der Stadt gibt es sogar noch vereinzelt Relikte, wie z.B. ein Tor, dass zur Hälfte einfach weggebombt wurde (siehe Foto). Die Stadt an sich ist allerdings wunderschön und für mich neben Kyoto die schönste Stadt in Japan. Zur Zeit der totalen Abschottung vom Ausland war Nagasaki der einzige Hafen den portugiesische und holländische Schiffe anfahren durften. Dementsprechend hat Nagasaki immer großen kulturellen Austausch erfahren und es gibt noch einige wirklich beeindruckende Villen der ausländischen Händler im sogenannten Glover Garden. Dieser Garten hat mich am meisten fasziniert Auf dem Rückweg nach Tokio habe ich noch einen Zwischenstopp in Kyoto eingelegt. Dort habe ich meine alte Universität besucht und die neuen Austauschstudenten auf Mannheim getroffen, in meinem Lieblingssushi gegessen, am Kamogawa Bier getrunken und alte Freunde (Yumi und Naoka) wiedergetroffen. Es war sehr bewegend für mich zu sehen, was sich hier alles verändert hat und was nicht. Insgesamt waren das 2 wunderschöne Wochen ![]() ![]() 12 april Endlich wieder in Japan02.04.2009 bis 12.04.2009 Jaaaaa! http://www.globalzoo.de/Abby/ Dort kann auch die Zeit bis zur Abreise der Beiden aus Japan nachgelesen werden (inkl. Fotos). Ich beginne also mit dem 10.04., der Tag an dem ich der einzige Hecht in Japan / im Karpfenteich sein sollte. An diesem Freitag hatte ich bereits 2 Vorlesungen BWL auf Japanisch. Ich denke, dass der Inhalt gar nicht so schwer ist (habe ähnliche Fächer schon in Mannheim belegt) aber in einer fremden Sprache ist das natürlich eine Herausforderung. Meine Wohnung ist verglichen mit Kyoto etwas kleiner und auch älter aber dennoch für japanische Verhältnissse völlig in Ordnung. Leider ist das Haus mit 80 Zimmern sehr groß und man kommt nicht so schnell in Kontakt mit den Ausländern hier. In Kyoto kannte jeder jeden und ich fand die Atmosphäre dort lockerer. Gestern habe ich 2 alte Bekannte aus Kyoto wiedergetroffen: Carla und Lieuvre. Sie studieren auch wieder in Japan und es war so gut mit den Beiden nach Odaiba (siehe die Strandfotos) zu fahren und dort über "alte" Zeiten zu plauden. noch was trinken gegangen und haben den Samstag ausklingen lassen. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() 06 september Kamakura Part II05.09.2008 bis 06.09.2008 Heute war ich in Kamakura um mir den Rest der Sehenswürdigkeiten anzusehen die ich letztes Jahr nicht sehen konnte. Es war super mal wieder Natur und schöne Tempel anzuschauen (in Tokio ist das ja leider nich so möglich). Tokei-ji: Der Tempel diente früher als ein Zufluchtsort für Frauen. Bevor eine Frau als geschieden anerkannt wurde musste sie dort 3 Jahre als Nonne leben. Enno-ji: In diesem Tempel kann man einige grosse Statuen von Höllenrichtern sehen (schauten wirklich ganz schön böse aus). Danach bin ich noch auf die kleine Insel Enoshima gefahren. Der Legende nach soll ein Drache diese Insel bedroht haben (das Meer tobte tagelang) aber plötzlich tauchte eine Meerjungfrau in der sich der Drache verliebte. Diese lehnte jedoch ab wegen der Taten des Drachen. Auf der Insel steht eine Glocke mit einem Zaun an der tausende kleine Schlösser mit Namen gekettet sind - so soll die Liebe dieser Paare unsterblich werden. Auf dem Heimweg hab ich mich dann im 100 Yen Sushi vollgefressen und vom Tag erholt. Lecker - ich werde es wieder so vermissen in Deutschland. 14 augustus Geheimnisse im Berg12.08.2008
Heute bin ich nach Kamikochi gereist. Es liegt mitten in den japanischen Alpen und ist weit und breit als Wanderparadies bekannt. Die Landschaft ist wirklich atemberaubend schoen
`...Das wohlgehuetetste Geheimnis der Gegend befindet sich in Nakanoyu, kurz bevor der nur fuer Busse zugelassene Tunnel nach Kamikochi abzweigt. Man geht in den kleinen Laden neben der Bushaltestelle, bezahlt 700 Yen, bekommt den Schluessel ausgehaendigt, ueberquert die Strassenbruecke und findet schliesslich eine Tuer im Berg.
13.08.2008
Ich bin nach Hotaka gereist und hab mir am Bahnhof ein Fahrrad gemietet mit dem dann die Gegend erkundet wurde. Bin durch Reisfelder zur groessten Meerettichfarm Japans gefahren. Ich weiss, dass klingt jetzt saudoof aber man muss wissen wie sehr die Japaner ihren Wasabi schaetzen.
14.08.2008
Nach 3 Stunden Zugfahrt (ich hasse diese bloeden Zuege in Japan) bin ich endlich in Magome angekommen. Dort habe ich die Bekanntschaft mit einem Japaner gemacht und wir haben uns kurzerhand entschlossen die Wanderung nach Tsumago zusammen zu machen. Er erzaehlte mir viele Geschichten ueber Japan und die Bewohner dieser Orte. Es hat Spass gemacht auch wenn es wirklich zu heiss fuer eine Wanderung diesen Ausmasses war.
11 augustus 松本 (Matsumoto)10.08.2008 bis 11.08.2008
Am Samstagabend war ich noch mit einer Freundin in Shinjuku und haben dort in einem Hochhaus-Restaurant gegessen und konnten vom Tisch aus ueber die naechtliche Skyline von Tokyo schauen - das war geil!!!
Am naechsten Morgen ging es dann mit dem Highway Bus nach Matsumoto wo ich nun eine Woche Urlaub mache. Der Ort liegt in den japanischen Alpen und es ist (besonders Abends) etwas angenehmer als in Tokio! Der Stolz der etwa 200.000 Einwohner ist die grosse Burg mit ihren schwarzen Daechern (wird auch Kraehenburg deshalb gennant) und der kontrastierenden weissen Fassade. Von aussen denkt man es sind nur 5 Stoecke aber im inneren versteckt sich noch eine 6. Etage sodass diese von Angreifern von aussen nicht gesehen werden kann. Auch so bietet die Burg einige Rafinessen der Verteidigung und ist wohl nicht zuletzt deshalb bis heute in ihrem Zustand aus dem 16. Jh. geblieben. Matsumoto selbst hingegen besteht min. seit dem 8.Jh. Das Museum ueber Matsumoto nebenan habe ich natuerlich auch gleich mitgenommen.
Ich habe dann noch ein paar Museen besucht (heute war seit langem mal wieder Kultur angesagt) mit Teils sehr skurrilen aber auch echt geilen Kunstwerken einer Japanerin. So war ich z.B. in einem schmalen Raum zwischen 2 Spiegeln gefangen und so vervielfachten sich die kleinen Figuren um mich herum. Es kam mir so vor als ob ich in einem Meer von diesen Figuren stehe (Foto hab ich auch gemacht) - echt krass!
Ich wohne in einer alten Kaufmannsstrasse (Nakamachi) in denen die schwarzweissen Lagerhaeuser in Kaffees, Restaurants oder kleinen Izakayas umgewandelt wurde. Als haette das nicht schon Charme genug bin ich in einem alten Holzhaus mit traditionellem Tatami Zimmer untergebracht (Nunoya Ryokan). Ich fuehle mich hier wirklich wie im Traum. 09 augustus Ferien!!!06.08.2008 bis 09.08.2008 Nuja, hab also den Rest der Arbeitswoche wieder geschafft. In unserer Büroküche hab ich meinen Kaffeebecher gespült als mich eine ältere Mitarbeiterin ansprach und wir haben uns dann sehr gut unterhalten. Es ist wirklich erstaunlich wie unterschiedlich ich die Leute verstehe - diese Frau konnte ich wirklich nahezu perfekt verstehen und ihr auch dementsprechend antworten. Es kommt immer darauf an mit wieviel Akzent Japanisch gesprochen wird, welche Wörter benutzt werden und wie schnell und deutlich man spricht. Die meisten Japaner reden auf mich ein wie ein Wasserfall wenn Sie merken das ich ihre Sprache kann aber dann verstehe ich fast nix mehr. Das Gespräch hat mir aber Mut gemacht. Nun hab ich eine Woche Ferien - yay! Das ganze Werk ist nächste Woche geschlossen weil das O-bon Fest ist. Bei diesem Fest besuchen Japaner oft ihre Familienangehörigen in der Heimat (die meisten ziehen ja in die Großstädte) und beten für ihre bereits Verstorbenen Familienmitglieder am Grab. Ein schönes Fest gibt es natürlich auch: Für jede Seele wird eine Laterne angezündet und auf den Fluss ausgesetzt. Ich werde genauer darüber berichten wenn es soweit ist! Am Freitagabend war ich wieder mal in einem Club. Wieder hat ein DJ meines Lieblingslabels Kitsune aufgelegt (wen es mal interessiert: www.kitsune.fr). Die Mucke war dementsprechend sehr geil aber auch er hat gar nix hinbekommen. Also da kann ich echt mehr und ich frage mich ob diese teuren japanischen Clubs nur nach den Namen und nicht nach dem Können gehen. Trotzdem war der Abend wieder saugeil. Ich werde in der Ferienwoche reisen und deshalb weiss ich nicht ob ich euch berichten kann. Falls ich aber Internet 28 juni Der Wahnsinn geht weiter...26. Juni Ich bin von Frankfurt über London nach Tokio mit British Airways geflogen. In Tokio angekommen musste ich erstmal feststellen das es überraschende 16 Grad kalt war. Meine Wohnung in der Nähe vom Tokioter Stadtteil Shinagawa ist nur ein paar m² groß (Bett, Stuhl, Fernseher, Kühlschrank) aber es reicht mir denn ich will ja arbeiten und Party machen und nicht schlafen. Ansonsten ist es sauber und ich teile auch Bad und Küche mit ein paar Japanern. Die Lage ist sehr gut weil ich schnell in Kawasaki und in Tokyo sein kann. Unter mir ist ein Mc Doof und es gibt auch sonst viele Restaurants Ich bin dann nochmal schnell nach Akihabara und habe mir einen Adapter für die Steckdosen und einen iPod gekauft. Die sind in Japan günstig und für die häufigen Zugfahrten doch sehr geil. 27. Juni Heute habe ich meinen Vermieter in einem Cafe in Roppongi getroffen und wir haben den Vertrag abgeschlossen. Er hat mich dann noch etwas 2h zugeölabert (er ist ein etwa 35jähriger Franzose). Es ist irgendwie ein Phänomen, dass mich die in Japan lebenden Ausländer immer mit ihrer Lebensgeschichte beglücken wollen. Ich glaube sie sind froh das sie mal mit einem Ausländer reden können - vielen merkt man an das Sie diese westlichen Freiheiten vermissen. Er hat mir dann noch eine großen Bücherladen gezeigt wo man sich in aller Ruhe hinsetzen und stöbern kann. Das war sehr entspannt. Bin dann noch ein bisschen durch Roppongi gegangen und habe ein Onsen gesucht, dass es aber leider nicht mehr zu geben scheint. Abends hab ich dann Tomoko 28. Juni Ich esse jeden Tag wieder meine Lieblingsgerichte Sushi, Ramen, -don Gerichte. Das hat mir in Deutschland gefehlt und ich genieße das jetzt sehr. Ich war heute in Harajuku (wo immer die Lolita´s und Gothic Menschen rumlaufen). Hab dann auch tatsächlich jemanden fotografieren können. Überhaupt habe ich heute sehr viele Kuriositäten gesehen. Leider habe ich mein Kabel für die Kamera vergessen, sodass ich euch die (wirklich lustigen) Fotos nicht zeigen kann. Ich habe eine Kunstaustellung über Ökologie besucht was viel interessanter war als es sich jetzt anhört. Neben Bildern konnte man in den Räumen auch durch ein echtes Grasfeld gehen und einen ganzen Bienenstock hinter Glas beobachte. Durch ein Rohr konnten sie aus dem Gebäude fliegen und wieder landen. Ich konnte sogar die Königin mit einem weissen Fleck auf dem Rücken finden aber die war irgendwie schlecht drauf weil die Dronen sich immer an sie rangeschmissen haben. Im Museumsshop gab es sehr sehr interessante Sachen und da hab ich mir auch gleich was schönes gekauft. 24 augustus Das war Japan21.07.2007 bis 23.07.2007
Ich bin also wieder in Deutschland. Ich habe dann in Tokyo noch eine Nacht geschlafen und meine letzten Stunden in Japan in Tokyos Strassen genossen. Meine Eltern waren in Osaka und haben dort auf ihren Flug gewartet. Ich bin mit der koreanischen Airline Asiana Airlines von Tokyo nach Seoul und von dort nach Frankfurt geflogen. In Seoul hatte ich ganze 14 Stunden Aufenthalt und hab erstmal schön in der Lounge auf der Couch gepennt.
Es ist vorbei. 7 Monate Japan- eine unglaublich Reise. Der Blog soll Dokumentation für alles Erlebte sein. Ich denke ich werde ihn noch eine weile Online halten bevor ich ihn lösche bzw. sperre. Wer also nochmal Texte und Bilder lesen bzw. downloaden will sollte das bald tun. Ich danke für das Rege Interesse an meinem Leben in Japan. Ich hatte viel Spass beim verfassen des Blogs. Auf der Seite der Uni Mannheim wird demnächst mein Erfahrungsbericht zu lesen sein. Sobald er Online ist stelle ich hier den Link dazu rein. Wer noch Fragen hat und was über Japan wissen will kann mich ja jetzt wieder in Deutschland antreffen.
Ich habe viel gelernt und neue Freune gefunden, Erfahrungen gesammelt sowie mein Japanisch und Englisch verbessert. Ich bereue die Entscheidung keine Sekunde und würde es jederzeit wieder machen. Vielleicht gehe ich nach einem Jahr Mannheim nochmal nach Tokyo um Japanisch und BWL für ein Jahr zu studieren. Die letzten 7 Monate waren das beste was ich je in meinem Leben gemacht habe. Ich danke allen die mich unterstützt haben - ich denke die Betroffen wissen wer gemeint ist. Aber in erster Linie danke ich Japan und seinen Bewohnern. 16 augustus Matsushima13.08.2007 bis 16.08.2007 Michael hatte die Idee heute zu waschen, was uns zeitmäßig fast den ganzen Vormittag kostet. Der Trockner funktioniert nicht richtig und so wird unser Hotelzimmer zum Zigeunerlager, weil wir die halbtrockene Wäsche im Zimmer aufhängen müssen. Echt chaotisch! Heute ist ein Bade- und Strandtag angesagt. Das Aufstehen am Morgen viel uns entsprechend schwer. Danach geht es nach Sendai, um wieder etwas Kultur zu tanken. Michael vorneweg und wir im "Gänsemarsch" hinterher. Ohne ihn wären wir auf verloren Posten oder alles würde viel zu lange dauern (Anm. Michael: "Richtiiiiig!"). Ansonsten ist Sendai der Hitzekessel überhaupt- ich habe das Gefühl, dass es jeden Tag heisser wird. Im Krieg wurde die Stadt fast vollständig zerstört, weswegen man hauptsächlich auf modernes Japan trifft. Selbst die riesige Festung wurde zerbombt. Das Sendai City Museum ist sehr gut, da man viele Dokumente aus dem Altertum vorfinden kann. Nach 5 Stunden Shinkansen und Bummelbahn erreichen wir Hakodate auf Hokkaido und sind sofort fasziniert von der Stadt, die sich auf einer Landzunge beidseitig ausbreitet. Weil die Temperatur mit 28°C erträglich ist, packt uns gleich ein "Hüngerchen", dass wir im "Bikkuri Donki" stillen. Danach macht Reiseführer Michael den Vater mit einem Angelladen (der Daiwa und Shimano Geräte führt und Angeltouren anbietet) glücklich. Jetzt ist er selig!!! 10 juli Culture Clash05.07.2007 bis 09.07.2007
Am Freitag sind wir gegen Abend nach Osaka gefahren. Dort sind wir dann auf das Umeda Sky Building, eines der beeindruckensten Gebaeude moderner Architektur in Osaka. Zunaechst haben wir uns in die falsche Etage verirrt
Dementsprechend sind wir um 3 Uhr Nachmittags aufgestanden. Nach etwas Shopping (Andre war wie immer begeistert Am Sonntag haben wir dann nicht mehr viel ausser Koffer packen und ein letztes mal Sushi essen gemacht. Als ich sie dann gestern verabschiedet hab war es schon komisch. Auf der einen Seite hatten wir eine schoene Zeit und ich bin traurig das sie gehen aber andererseits brauch ich jetzt auch mal ein bisschen Ruhe und Zeit fuer mich selbst. 05 juli Noch eine Woche Kyoto02.07.2007 bis 04.07.2007 Also was mich angeht, ich möchte nur noch mal die Party von letzter Woche Donnerstag hinzufügen. Wir haben mit unserer Lieblingslehrerin in einem Izakaya gesoffen. Sie wollte uns Deutsche kriegen (4 Bier und 2 Sake in 50 Minuten) ist dann aber richtig böse untergegangen. Alle sind dann feucht fröhlich Karaoke singen gegangen. Nachdem wir wie Helden gefeiert (von uns selber) vom Fuji
zurück nach Kyoto gekommen sind, erwartete Michi am Montag um 9 Uhr schon
wieder die Uni. Wir hingegen haben uns beim Klang des Weckes noch mindestens 3
mal rumgedreht. Aufgestanden sind wir dann eher gegen Mittag, Antje ist
zusammen mit ihrem Muskelkater aufgewacht, welcher eher einem Muskeltiger
entsprach. Wir sind dann ganz langsam ins Nijo Castle gefahren, wo wir uns die
letzte noch in der Form erhaltene Burg angeschaut haben. Eine sehr
eindrucksvolle Anlage und atemberaubende Malereinen. Danach haben wir uns
weiter um die ausreichende Versorgung unserer Muskelkatzen gekümmert und sind
mit dem Rad zur Kyoto-Station gefahren, eindrucksvolle Architektur. Zum
krönenden Abschluss des Tages haben wir uns entschlossen einen anderen die
Arbeit machen zu lassen und haben uns ins Kino So neigte sich der Abend dem Ende und wir beschlossen morgen mit Michi zur Uni zu fahren. Dieses Abenteuer wurde auch am Dienstag in Angriff genommen,
Antje hat wieder auf dem Rad ihren Tiger gepflegt.(an dieser Stelle noch mal
höchste Anerkennung für die Leistung des Besteigens vom Fuji) Also an der Uni
angekommen, Michi uns den Campus ein bisschen gezeigt und dann ab in die Mensa,
das Studentenfutter mal kosten. Schmeckt richtig gut für eine Großküche. War
aber in dem Fall völlig irrelevant, es gab unglaubliche Unterhaltung, stellt
euch eine Uni vor, wo 80% Frauen sind, na ja in Deutschland nicht so schlimm,
aber in Japan…also wir durch die Mensa zur Essensausgabe…wir haben jetzt eine
Ahnung wie sich Knut im Zoo fühlt. Dazu gesagt, an dieser Schule gibt es 40
Ausländer bei 6000 Studenten. Michi musste dann in Unterricht und wir, sind ja offen für alles, konnten mal eine Stunde miterleben. Michi bei der Sensei gefragt, kein Problem. Auf jeden Fall nicht für uns, Michi musste uns dafür auf japanisch vorstellen. Haben zwar kein Wort verstanden, hörte sich aber gut an… Über den Unterricht an sich können wir nur sagen, dass wir
mal wieder beeindruckt waren, an der Uni ein Kurs mit 10 Schülern (in
Deutschland vielleicht bei Molekular-Genetik 17 Teil, weil es keinen
interessiert), eine motivierte Lehrerin, welche den Schülern auf freundliche
Art und Weise fördert. Wir haben zwar vom Inhalt nichts verstanden, ging um
japanische Grammatik, war aber trotzdem interessant. Mehr Lach- und Sachgeschichten aus der Uni, wenn wir zurück sind, sprengt sonst den Rahmen. Abends sind wir dann zu Eunji, hat uns eingeladen, haben dort einen schönen Abend verbracht. Na ja, bis auf die Hinfahrt, wo André der Schlauch vom Fahrrad geplatzt ist (ich dickes Ding), also haben Antje und André sich ein Rad geteilt…(jaja der Kommissar war wieder dabei). Nach einem schönen Abend sind wir dann gegen 02:30 Uhr im Bett gewesen, bzw. Antje und André, Michi ist schon vorher los, da er ziemlich fertig war. Nach einem nächtlichen Abstecher ins Reisrestaurant, sind wir dann auch ins Bett. Gestern haben wir mal ruhig angehen lassen, gechillt bis zum Abend ist die richtige
Ausdrucksweise. Als Michi kam sind wir dann in ein Theater in Gion, in welchem
japanische Künste vorgeführt werden. Von einer Tee-Zeremonie (André hat sich
von einer Geisha einen Tee zubereiten lassen) über Musik und Theater bis hin zu
einem Maiko-Tanz. Es war sehr interessant… Dieses wurde jedoch noch durch die
herumlaufenden Geishas auf den Gassen von Gion übertroffen. Den Abend haben wir dann noch in einer Bar ausklingen lassen…lecker!!! Heute ist Donnerstag…mal schauen was der heutige Tag so mit sich bringt… 27 juni Schwestaa in Tokiooo23.06.2007 bis 27.06.2007 Am Samstag sind wir dann zu einer Wanderung am Hozu-Gawa aufgebrochen (die habe ich schonmal gemacht). Das Wetter hat ausnahmsweise mal mitgespielt. Als wir in dem kleinen Dorf angekommen waren, hat es auf einmal nach Bratwurst gerochen und ich bin bald verrückt geworden. Wie gern hätt ich da eine leckere Thüringer gemammelt. Und tatsächlich: Am Ufer haben wieder Japaner gegrillt und wir 3 haben nur sabbernd Am Abend waren wir dann doch ganz schön geschafft. Nach leckerem koreanischem Essen (Antje liebt es - weil scharf) haben wir noch ein bisschen geredet und sind dann ins Bett. Es ging ja auch früh raus für die beiden. Ich hab sie bei strömenden Regen Was mich angeht: Wir haben mal wieder jeden Tag einen Test aber das geht schon in Ordnung weil ich ja diese Woche wieder mehr Zeit habe (muss mich nicht so sehr um Antje und Andre kümmern). Am Montag Abend waren Philipp, Kotaro (japanischer Freund von Philipp) und Rita (die portugiesische Freundin von Kotora) in einem Izakaya saufen. Am Dienstag hat uns der Besitzer der Brazilian Bar zu einem Essen eingeladen weil die geplante Barbeque Party am Wochenende ins Wasser gefallen ist (er hatte noch viel Fleisch über). Das haben wir uns natürlich nicht 2x sagen lassen. 23 juni Besuch aus Deutschland16.06.2007 bis 22.06.2007 Am Samstag habe ich mich mit Yumi, Megumi und Matsumi (auch eine Japanerin die in Mannheim war und jetzt dort auch Arbeit gefunden hat) getroffen. Man hat schon gemerkt, dass Matsuri jetzt schon längere Zeit in Deutschland ist (sie ist meiner Meinung nach nicht typisch japanisch) aber trotzdem sehr angenehm. Danach sind wir noch Karaoke singen gegangen. Am Sonntag bin ich (weil alle noch Nachwehen von letzten Abend hatten) allein zum Biwa-ko gefahren und konnte endlich nach vielen Monaten mal wieder schwimmen. 02 juni Study Trip28.05.07. - 01.06.07 Mittwoch und Donnerstag war unser Study Trip. Die Uni hat mal wieder alles bezahlt - wahnsinn! Das Hotel war allerdings spitze. Nach benutzung der hoteleigenen Karaokebar und Spielsalon sind wir dann in das Hotelonsen. Ich wollte den Abend nicht schon wieder mit den Europäern und Amis verbringen und so haben Philipp und ich im Zimmer der Asiaten eine Trinkspielrunde aufgemacht. Zuerst waren alle sehr zurückhaltend aber dann hat es riesig Spaß gemacht. Der 2. Tag war nicht so berauschend. Wir sind in so eine blöde Touristenfalle gefahren. Bei japanischen Reisen geht es oft einfach nur darum die besten o-miyage (Mitbringsel) zu kaufen - dooof. Auch der Besuch einer Sakebrauerei zielte im Endeffekt ja nur auf den Kauf des Reisschnaps ab. Am Freitag sind wir in die Uni nur um zu erfahren das unsere Sensei krank ist. Also haben wir einen Relaxtag gemacht. Kaffeetrinken, 06 mei Tottori04.05.07 - 06.05.07 Am Freitagabend hab ich mich mit den Japanerinnen und Joachim getroffen. Er studiert ja in Matsumoto und da seine Mutter aus Deutschland gekommen ist, hat er natürlich Kyoto gezeigt. Zuerst haben wir im Mr. Donut ein bisschen gegessen und sind danach nochmal in die Bar Moonwalk. War ein sehr netter Abend. Am nächsten Morgen musste ich jedoch früh raus weil wir unseren Trip nach Tottori machen wollten. Es gab eine Gruppe die ganz normal mit dem Zug gefahren ist und 2 andere Gruppen die getrampt sind. Die Zugfahrer waren schneller aber wir haben für die lächerlichen 150km trotzdem 5 Stunden gebraucht. Alles ausser der Shinkansen ist in Japan wirklich saulahm weil wirklich an jeder Station gehalten wird (wir haben 45 Haltestellen gehabt). Der Shinkansen ist aber eben auch sehr teuer. Endlich angekommen sind wir zur Jugendherberge die nicht wirklich der Hit war: Lag ausserhalb und war auch nicht so doll sauber. Ausserdem sind die JH´s hier sehr streng: Sperrstunden 22:00 Uhr und um 07:00 Uhr wird man dann über Lautsprecher geweckt. War wie beim Bund aber es war eben das einzige was noch frei war. Der Fischerort ist völlig uninteressant und deswegen sind wir dann zum Strand gegangen. In der Stadt haben wir uns mit dem Nötigsten (Bier+Essen) versorgt. Vor dem Laden haben wir dann gefuttert und auf einmal kamen ein paar Schulmädchen an und wollten mit uns reden. Die sehen wahrscheinlich nicht so oft Ausländer. Jedenfalls haben sie ständig über mich gelacht weil ich in einer Badehose (die sie wahrscheinlich für eine Boxershort gehalten haben), etwas zu Essen und Bier dagesessen hab. Heute sind wir dann noch in die einzige Wüste Japans (mit importierten Kamelen versteht sich) gefahren. 08 april Sakura07.04.07 - 08.04.07 Wir mussten nochmal so eine blöde medizinische Untersuchung machen (und zwar die ganze Uni!!! - jedes Semester): Röntgen, Wiegen, Messen (sehr genau: entweder bin ich tatsächlich 5cm kleiner geworden oder sie haben sich grob verschätzt), in Becher pullern, Blutdruck...naja eben sowas. Hab ich alles schon in Deutschland gemacht aber doppelt hält ja besser Sonntags ist es in Japan immer schön: Es fahren nicht diese beschissenen (ich hasse sie wirklich auf den Tod) Lautsprecherwagen herum, die Läden haben geöffnet und die Japaner sind diesen einen Tag in der Woche seltsam entspannt. Ich liebe den Sonntag in Japan. Deswegen bin ich dann auch gleich mal wieder Tempel anschauen gegangen. Der Myoshin-ji beinhaltet nicht weniger als 40 Tempel auf einem riesigem Gelände. Es sind aber nur wenige zugänglich. Danach gings zum Ninna-ji, der zur Kirschblüte wirklich nicht mit Worten (aber mit Bildern) 06 april 京都06.04.07 Heute war frei. Der Weg zum Ginkaku-ji führt über einen kleinen Fluss, der am Ufer mit Kirschbäumen gesäumt ist. Danach kommen die üblichen Souvenir Läden und kurz vorm Eingang sieht man dann sehr lange Hecken stehen. Der Pavillion an sich ist nicht so atemberaubend (das Vorhaben in komplett mit Silber zu überziehen wurde nie verwirklicht). Aber die Gartenanlage drumherum toppt einfach alles. Ich habe heute meine Filmkamera mitgenommen und deswegen gibts als Ersatz ein paar Fotos die Emi und Tomoko gemacht haben. 29 maart Takayama21.03.07 Im Hida Museumsdorf sieht man jahrhunderte alte Bauernhäuser im Original. Es sind hier über 20 Häuser hertransportiert und aufgebaut wurden. Wenn man sie betritt findet man alte Arbeitsgeräte und ein knackendes Feuer vor. Einige Handwerker kann man bei ihrer Arbeit zuschauen. Weil hier auch nicht der gewohnte Touristenansturm war, fühlte ich mich wirklich wie im alten Japan. Das Dorf hat sich wirklich echt gelohnt. Danach hab ich neben einer Pagode noch einen über 1200 Jahre alten Ginkobaum bestaunt. Takayama ist bis jetzt nicht so wie ich gedacht hatte: Eine japanische Kleinstadt wie jede andere auch: Nicht besonders schön.
22.03.07 Naja, Takayama ist schon ganz nett aber ich habe mir echt mehr drunter vorgestellt. Vielleicht hab ich nach all meinen schönen Erlebnissen aber auch einfach nur zu hohe Erwartungen. Beginnen wir mal mit dem Morgenmarkt Jin´ya-mae (vor dem Takayama Schrein) bei dem man frisches Obst und Gemüse von Bauern aus der Gegend kaufen kann. Im besagten Schrein habe ich eine Gruppe Japaner gesehen, die natürlich gleich mit den Geräten der Folterkammer rumspielen mussten. Klar, dass sie es kaputt machten: Sah lustig aus wie sie versucht haben, dass ganze zu kaschieren. Nach einem ausgiebigem Spaziergang durch den Shiroyama-koen (ich bin den Takayama Rundweg gegangen) erreichte ich das Hirata-Volkskunstmuseum. Es ist in einem Kaufmannshaus der Jahrhundertwende untergebracht und zeigt Alltagsgegenstände aus dem Leben dieser Menschen. Die Altstadt ist wirklich voll mit allerlei traditionellen Läden aber die große Anzahl an Sake-Brauereien wo man immer probieren kann habe ich vermisst – wollte mich doch kostenlos besaufen. Also bin ich weiter in das alte Kaufmannshaus Yoshijima-ke, dass einem sehr reichen Mann gehörte – entsprechend ist auch die Ausstattung. Hier hab ich dann einen Shitake (japanische Pilze) Tee getrunken – interessant. In der Takayama Yatai Kaikan konnte ich 4 riesige Festwagen bestaunen, die zum drittgrößten Fest in Japan durch Takayama gezogen werden (ca. 300.000 Besucher). Sie sind wirklich sehr beindruckend – leider bin ich zum Fest nicht in Takayama. Naja, dafür werde ich in Kyoto das zweitgrößte Fest, dass Gion Matsuri sehen. Das wird geil. Zum Abschluss hab ich mir noch das Lackmuseum angesehen. Weil ich japanische Lackarbeiten liebe fand ich das natürlich besonders interessant.
23.03.07 Nach einstündiger Busfahrt habe ich Hirayu Onsen erreicht: Hier konnte ich endlich schön im Onsen lümmeln und um mich herum gab es Berge und Schnee – so hab ich mir Japan immer vorgestellt. Das Onsen hat ein Innen- und 6 Aussenbäder. Ich konnte mich also voll ausleben. Naja, viel mehr hab ich dann heute auch nicht gemacht.
24.03.07 Bin noch mal in die Stadt und hab mir den Rest angeschaut. Wusste nicht was ich hier noch tun sollte: Es gibt zwar viele interessante Orte um Takayama aber es dauert lang um dorthin zu fahren. Das Hirayu Onsen von gestern war zwar ganz toll aber allein die Busfahrt von vielleicht 40km hat mich über 20 Euronen gekostet. Ich hab mir also noch mal ein Handwerksmuseum (Takayama-shi Kyodokan) und ein altes Privathaus (Kusakabe Mingeikan) angeschaut. In letzteren gab es auch wieder lecker Tee und Reiscracker. Ich hab noch nie soviel Tee getrunken wie hier in Japan – ich könnt mich echt dran gewöhnen wenn das Zeug nicht so gelbe Zähne machen würde. Die Japaner haben natürlich meistens blendend weiße Beißerchen aber ihr Grüner Tee (Nationalgetränk neben Sake) hat auch nicht diese negative Wirkung. In den Strassen von Takayama konnte ich an einen kleinen Stand nicht vorbeigehen und habe dort eine örtliche Spezialität probiert: Mitarashi Dango. Das ist eine Art gegrillter Reisball mit Sojasoße – legga. Oft reisen Japaner einfach nur um das örtliche Essen zu probieren – Es gibt fast in jedem Ort eine spezielle Art von Ramen (chinesische Nudelsuppe) oder Soba (Nudeln). Das beste vom Tag war aber die Shishi Kaikan mit einer Ausstellung an Löwenmasken und den Musikinstrumenten zu den Löwentänzen. Hier konnte man dann Karakuri sehen. Es ist eine Art Puppentheater. Die Puppen sind groß und werden über Fäden gesteuert die man allerdings – nicht wie bei Marionetten – nicht sehen kann. Damit werden die tollsten Sachen vollführt, z.B. ein Schwertkampf, turnen am Reck oder auch Kalligraphie. Ich wurde natürlich prompt auf die Bühne geholt wo ich mir dann von einer Puppe hab Tee und o-kashi servieren lassen. Stellt man die Teetasse zurück auf die Hände, fährt die Puppe automatisch wieder zurück. Hier ist keine Elektronik im Spiel – alles basiert auf Mechanik. Diese Kunst ist schließlich schon älter als die Entdeckung der Elektrizität.
25.03.07 Ächz, ich habe von Takayama bis nach Kyoto 7 Stunden gebraucht und das bei einer Strecke von etwa 200km.
26.03.07 Der Besitzer des Ryokan´s war so nett mich mit dem Auto zu meiner Uni zu fahren (ich hatte ihn eigentlich nur nach dem Busfahrplan gefragt aber so sind die Japaner halt). Ich hab den in einem Klassenraum auf die anderen Studenten gewartet. Es sind hier irgendwie sehr viele Niederländer da und sie können alle Deutsch. Es sind eigentlich alle ganz nett und ich denke wir kommen gut miteinander klar. Dann kamen endlich die japanischen Studenten – jeder hat einen von uns gaijins zur Betreuung. Ich habe ein nette Japanerin abbekommen und wir sind dann zusammen im Taxi zur Studentenwohnung gefahren. Was soll ich sagen: Einfach super!!! Die Umgebung ist ruhig aber man ist trotzdem schnell in der Stadt. Auf 3 Stockwerken sind die Zimmer (ausschließlich für Ausländer) verteilt. Die Besitzerin ist sehr nett und es gibt einen Gemeinschaftsraum und einen Konferenzraum (schätze mal für Party´s). Mein Zimmer ist absolut spitze 20 maart ...weiter gehts...19.03.07 - 20.03.07
Ich habe Nikko am fruehen verlassen und bin wieder nach Tokio gefahren. In Shinjuku (ich hasse es) hab ich mich mit Tomoko getroffen und erstmal mein Gepaeck verstaut. Danach haben wir noch ein bisschen Tokio angeschaut (u.a. das Parlament, den Kaiserpalast und ein super Ausblick vom Hochaus auf das naechtliche Tokio). Am Abend hab ich mich dann in den Nachtbus
Der Besitzer der Unterkunft hat mich vom Bahnhof abgeholt und ich hab mich gleich erstmal schlafen gelegt. Heute passiert bei mir nicht mehr viel. Das Haus ist alt aber sauber und das Zimmer ist gross. Das beste ist, dass es ein hauseigenes "Onsen" zur kostenlosen Benutzung gibt - nie wieder ohne. 16 maart Nikkô12.03.07 Ich bin dem Wahnsinn von Tokyo entflohen und nun im
beschaulichen Städtchen Nikkô (ja, dass heißt wirklich so) eingekehrt. Hier ist
es arschkalt und es fallen sogar ein paar Flocken – genau das Richtige für mich!!
Meine Unterkunft ist absolut spitze: Es ist ein
Familienbetrieb und die Besitzerin ist sehr nett (und ein bisschen verrückt).
Sie bringt mir die tollsten Sachen aufs Zimmer: Japanisches Obst, Hünchen etc.
Wer braucht schon Frankreich? Es muss heißen: „…Wie Gott in Japan!…“. Die
Zimmer sind groß und sehr sauber. Man bekommt sogar Tee und Kaffee umsonst.
Frühstück und Abendbrot kann man auch essen – ich denke, dass probier ich mal.
War heute schon in Nikkô einkaufen und es gefällt mir wirklich super – die
Stadt liegt in den Bergen und hat wirklich wunderschöne Landschaften zu bieten.
Ich bin voll heiß darauf alles zu erkunden. 13.03.07 Nikkô´s Tempel und Schreine sind der Hammer. Sie zählen zu
recht zum Weltkulturerbe. Man kann hier ein Kombiticket für etwa 8 Euro kaufen und
dann aber auch alle wichtigen Sachen sehen. Auf der Shin-kyo-Brücke wurde
angeblich der Mönch Shodo Shonin (Gründer des Rinno-ji und des Futara-san-jinja
s.u.) von 2 Schlangen über den Fluss getragen. Im Rinno-ji hab ich dann mit nur
einer handvoll Japanern einen Mönch bei einer Zeremonie sehen können. Er sang,
betete, führte Rituale aus und hat mitten im Tempel ein hübsches, knisterndes
Feuerchen entzündet Als nächstes war der Toshu-gu Tempel dran. Hier hab ich auch
mein erstes Geschenk für die Daheimgebliebenen gekauft. Ich weiß auch schon
ganz genau wer es bekommt und bin mir fast sicher, dass der/die Beschenkte es
toll finden wird. Die 5-stöckige Pagode hat kein Fundament und ein riesiges
Pendel im Inneren soll bei einem Erdbeben, die Schwingungen abfangen. Auf einem
Stall befindet sich das weltberühmte Wahrzeichen von Nikkô: Die 3 Affen, die
weder böses hören, sehen noch sagen. Die Honji-do Halle hat im inneren ein
großes Drachengemälde an der Decke. Ein Mönch schlägt dort 2 Holzklötze
aufeinander, was ein schallendes Echo erzeugt und das Gebrüll des Drachens
darstellen soll. Geht der Mönch auch nur einen Meter von diesem Platz weg, hört
man überhaupt kein Echo – eine interessante Akustik. Das Yomei-mon ist in jedem
Detail perfekt verziert und sieht dem schlichten japanischen Stil nicht sehr
ähnlich. Überhaupt wirkt die ganze Anlage eher chinesisch. Das Tor ist so
perfekt, dass die Erbauer Angst hatten, die Vollkommenheit würde den Neid der
Götter erwecken und so baute man einen Stützpfeiler absichtlich verkehrt herum.
Das Grab von Tokugawa Ieyasu und die schlafende Katze (eine kleine Holzstatue
einer angeblich sehr lebensechten Katze) hab ich mir geschenkt weil die dafür
noch mal 3,50 Euro haben wollten. Ich habe heute eigentlich schon genug
gestaunt. Der Futara-san-jinja und der Daiyuin-byo sind im Grunde genommen vereinfachte Versionen des Toshu-gu aber nicht minder interessant und ästhetisch. Ihr glaubt vielleicht, dass ich doch Tempel und Schreine langsam satt haben müsste!? Es gibt aber immer wieder Neues zu entdecken und jeder Ort ist ein bisschen anders. Man muss sich nur Zeit nehmen. |
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