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    01 november

    Herbst

    14.10.2009 bis 30.10.2009

    In Japan hat endlich die schreckliche Sommerhitze aufgehört und jetzt ist es oft sonnig aber windig und angenehm kühl - typisches Herbstwetter eben. Stimmt es das in Deutschland schon Schnee fällt?

    An der Uni bin ich jetzt in einer Volleyballklasse um zum Ausgleich auch mal ein bisschen Sport zu treiben. Ich bin zwar grottenschlecht (wie in jeder Sportart) aber aufgrund meiner Körpergrösse bin ich sehr gut im Blocken von Bällen. Ich werde schon "The German Wall" genannt (Berliner Mauer). Ausserdem bin ich jetzt dem Reiseclub beigetreten. Dort treffen wir uns einmal die Woche um Clubaktivitäten und Organisatorisches zu besprechen. Etwa einmal im Monat wird dann immer eine Kurzreise durchgeführt und jeder der will kann daran teilnehmen. Dies ist wirklich eine gute Gelegenheit günstig zu reisen und viele neue Japaner kennen zu lernen.

    Julia ist zurzeit leider sehr sehr beschäftigt. Neben Ihrer Modelschule hat sie noch 2 Nebenjobs um die Schulkosten aufzubringen. Ausserdem hat sie nebenher noch "Walking Lessons" (Übungen für "richtige" Bewegungen auf dem Laufsteg). Ab und zu gibt es dann aber auch Fotoshootings und ich freue mich schon immer auf die neuen Bilder von ihr (siehe unten).

    In Japan gibt es nichts was es nicht gibt. Nach Coca Cola mit grünem Tee gibt es nun Pepsi Azuki (Cola mit Rote-Bohnen-Paste
    Geschmack). Lecker!!




    13 mei

    Golden Week

    25.04.2009 bis 13.05.2009

    In der letzten Aprilwoche fing die Golden Week hier in Japan an. Weil dann aber das ganze Land frei hat schnellen die Preise in die höhe und alles ist noch voller als es eh schon ist. Enttäuschtes Smiley In den Nachrichten habe ich von einem Stau Auto von 53(!)km länge in der Nähe von Tokio gehört. Deshalb sind die meisten von uns zu Hause geblieben und wir haben uns dann eben in Tokio amüsiert. Nach dem obligatorischen Gang zum Club am Samstag (siehe Fotos) habe ich dann am Montag Tomoko wiedergetroffen. Sie hat eine Arbeit in Osaka gefunden und ist deshalb nicht mehr so oft in Yokohama. Es war sehr schön mal wieder mit Ihr zu reden und die Neuigkeiten aus der Kansai-Region (dazu gehört auch Kyoto) zu erfahren.

    Japan macht voll Stress wegen der Schweinegrippe: Unserer Lehrer nerven uns jeden Tag mit neuen Warnungen und BlaBla. Verwirrtes Smiley Natürlich ist es für ein so Dicht besiedeltes Land wie Japan ein Problem wenn sich sowas hier ausbreiten würde und so wird sogar eventuell unsere Uni vorübergehend geschlossen wenn die Grippe ein kritisches Stadium erreicht.

    Ich habe über eine Freundin einen japanischen DJ kennengelernt. Note Vielleicht bekomme ich so doch noch eine Möglichkeit hier in Japan meinem Hobby nachzugehen. Der Japaner hat mich auf eine Modenschau eingeladen bei der er auflegt. Dort habe ich ein sehr nettes Model kennengelernt. Sie heißt Julia und ist Halb-Japanerin und Halb-Französin. Englisch spricht Sie kaum (und mein Schulfranzösisch reicht auch gerade mal zum einkaufen), sodass wir immer auf Japanisch reden was sehr gut ist. Naja, was soll ich sagen...? Ich habe Sie sehr sehr lieb! Herz






    27 juli

    23

    25.07.2008

    Diese Woche ist ein Mitarbeiter des Mannheimer Daimler Werks zur Unterstützung nach Kawasaki gekommen. Ein echtes Original - den Dialekt würde ich noch am anderen Ende des Büros erkennen. Entsprechend groß war die Freude bei mir natürlich. Trauriges Smiley Ne, eigentlich ist der Mann ganz ok. Er arbeitet jetzt fast 50 (!) Jahre bei Daimler (hat mit 13 angefangen) und geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Dementsprechend ist er eine Wahre Goldgrube an Wissen und Erfahrung zum Thema und es ist immer interessant ihn bei seinem Ausführungen zu zuhören. Ich habe mittlerweile auch mein 1. Gehalt bekommen Umarmung linksGeld und das ist schon ein sehr geiles Gefühl selbst erarbeitete Kohle in der Hand zu halten!!

    Am Abend dieses Freitags sind wir mit den Kollegen in das werkseigene Izakaya (Kneipe) gegangen - war sehr lustig und weil Bier und Essen so günstig waren und ich nur kurz bleiben konnte (hatte danach noch ein Date) hab ich natürlich richtig zugelangt - njam. Smiley mit herausgestreckter Zunge Auch die Japaner waren natürlich sehr schnell betrunken und so wurde es eine sehr lustige Runde - man erlebt die Japaner wirklich ganz anders als bei der Arbeit. Vossis Bruder ist an diesem Abend auch das 1. mal nach Japan gekommen und ich glaube da hat er gleich einen guten Eindruck bekommen.

    Danach war ich noch mit einer Japanerin im Kino und wir haben den neuen Ghibli Film Filmrolle gesehen. Ich liebe diese Filme (für alle die es nicht wissen - das sind ganz ganz bekannte Anime Filme in Japan und mittlerweile auch im Westen) und auch das neueste Werk war wieder sehr gut.


    26.07.2008

    Heute habe ich ein bisschen von der Woche entspannt und am Abend bin ich dann in den bekannten "Womb" Club in Shibuya gegangen. War sehr schön aber das Ageha gefällt mir einfach besser. Vielleicht lag es auch daran das mir dort die Musik besser gefällt. Note


    27.07.2008

    Joa, was soll ich sagen - bin jetzt 23. Vielen Dank an alle die mir gratuliert haben. Ich bin (wie so so oft) zu meinem Geburtstag nicht zu Hause. Ich glaube das letzte mal als ich an diesem Tag in Herbsleben war, das war mein 18. Geburtstag als mich meine Familie und Freunde überrascht haben. Es ist schon komisch wenn ich daran denke wo und unter welchen Umständen ich meinen Geburtstag immer begangen habe. Leider kann ich dieses Jahr keine Strandparty Insel mit Palmen (siehe Eintrag 27.07.2007) oder sowas machen weil meine Freunde in der Klausurphase sind und somit bin ich heute leider allein. Aber das wird natürlich sehr bald nachgeholt.

    Ich bin dann heute nach Shinagawa gefahren um ein bisschen einzukaufen (schliesslich ist ja mein Geburtstag). Ich habe süßes für die Kollegen gekauft (das ist ja so Sitte in Japan) und einen Manga - ich versuche immer mal ein bisschen zu lesen und mir dadurch auch die Schriftzeichen anzueignen.

    Ich weiß nicht was das neue Lebensjahr wieder für mich bereit hält aber ich bin gespannt und freue mich darauf.

    Smiley
    21 juli

    Fotos

    19.07.2008

    Von der ganzen Feierei und Geldausgeberei brauchte ich erstmal Ruhe und so habe ich mal nichts nennenswertes gemacht. Müdes Smiley Aaaaaber....


    20.07.2008

    ...Heute bin ich mit einer Freundin nach Odaiba gefahren. Ich habe schon 2x darüber berichtet und deswegen will ich mich nicht wiederholen. Es ist jedoch immer noch ein ganz wunderbarer Ort. Danach bin ich gleich an noch einen Lieblingsort von mir gefahren: Minato Mirai in Yokohama (auch darüber wurde berichtet). Stern Tomoko hatte nämlich ein paar Leute zum Hanabi (Feuerwerk) gucken eingeladen. Wie es sich für solch ein Event gehört waren die Bahnen schön voll und die "Schubser" hatten auch viel zu tun. Wir haben uns dann an den Fluss gesetzt und Tomoko hat erstmal ihre ganzen Fressalien und Bierdosen ausgepackt - sie ist wirklich eine Gute und denkt immer an alles. Smiley Natürlich wird in Japan bei einem Feuerwerk nicht gekleckert und die schöne Ballerei ging etwa 70(!) Minuten in denen ich mich sehr gut mit den Anderen unterhalten habe. Insgesamt ein geiler Tag!

    Ach ja, weil ich heute mal mein Handy mitgenommen hatte Mobiltelefon konnte ich auch ein paar Fotos schiessen und auf den PC übertragen. Mein Lieblingsfoto ist heute die Lolita (siehe unten): Das ist wirklich ein Mensch und keine Puppe. Japanerinnen finden es süß sich so anzuziehen (das Gegenstück sind krasse Gothic Aufzüge). Ich hab sie angesprochen und gefragt ob ich sie fotografieren darf aber das ist für diese Leute natürlich ganz toll wenn sie fotografiert werden. Kamera Das komische ist das ich sie direkt bei meiner Wohnung getroffen habe wo sonst eigentlich nicht solche Mädchen rumlaufen. Es gibt nämlich bestimmte Spots in Tokio wo sich die Verkleideten sammeln und präsentieren. Sehr beliebt sind auch Manga und Anime Charaktere die dann möglichst detailgetreu nachempfunden werden - glaubt mir, dass ist wirklich hochinteressant das mal zu sehen.



    21.07.2008

    Heute ist der Tag des Meeres und somit frei - yuhuuu! Ich bin in den Ueno-koen (Park) gefahren weil es mir vor einem Jahr dort so gut gefallen hatte. Ich habe mir wieder ein paar interessante Kunstmuseen angeschaut und ein bisschen relaxt (is ja schliesslich Feiertag). Insel mit Palmen Danach ging es zu einer anderen Station zum Edo-Tokyo Museum. Schon das Gebäude ist der Wahnsinn: Es sieht aus wie ein Raumschiff aus Star Wars und ist auch riesengross (auf der einen Seite brauchen sie jeden m² in Tokio aber dann bauen sie Museen so gross wie Fussballplätze). Hier wird die Geschichte von Edo (heutiges Tokio) vom kleinen Fischerdorf im 16.Jh. bis zur Millionenstadt heute erzählt. Ich kann jedem Tokio Besucher nur wärmstens empfehlen da mal hin zu gehen. Animoticon Es wurden freiwillige Führer angeboten und da hab ich mir gleich eine deutschsprechende Japanerin für mich ganz allein geschnappt. So konnte ich ihr viele Fragen stellen. Die Frau war nett, wusste viel und konnte gut deutsch! Es war wirklich ein grosses Glück denn so konnte ich sehr interessante Dinge erfahren, z.B. das damals die Scheisse der Leute gesammelt und an die Bauern als Dünger verkauft wurde - find ich voll gut!



    10 augustus

    Die kleinen Eltern in der großen Stadt

    08.08.2007 bis 10.08.2007

    Heute hat Mutter das Wort: Smiley

    Nach zeitigem aufstehen heisst es heute für Michael "Abschied nehmen" von seinem geliebten Kyoto. Gebrochenes HerzZur Abschlußputzaktion ist glücklicherweise Mutter anwesend. Vater wird zum rauchen auf dem Balkon geschickt. In Tokyo erwartete uns dann eine Affenhitze. Doch dank Michael ist das Ryokan "Kimi" auch zu Fuss schnell gefunden. Diese Stadt raffen "wir Alten" nicht mehr. Häuserschluchten, strömende Menschen, Treppen, Fahrkartenautomaten, Fahrstühle, U-Bahnen rauf und runter. Musik und Marktschreier - aus jeder Ecke ein anderer - oder alles gleichzeitig: Und das wie gesagt bei ca. 40° C. Am Abend wird es etwas angenehmer und Michael schleppt uns noch ins Sunshine City (eines der höchsten Gebäude Asiens) wo Vater den Planetariumsbesuch für ein Schönheitsschläfchen nutzt. Smiley mit herausgestreckter ZungeDanach ist unser Pressefotograph wieder fit für Tokyo der Nacht auf dem Dach des 60. Stocks. Jetzt gehts aber ab zum Essen mit einem Grill in der Tischmitte und dann ins Bett (mehr gesagt auf die Matte), denn morgen gehts zeitig zum Fischmarkt.

    4:30 Uhr aufstehen - auch wenn es schwerfällt - Frühstück bei McDoof mit Schinken und Ei. Vaters Kommentar: "Wir nehmen hier NIE ab!" Der Fischmarkt ist faszinierend: Hier spürt man Asien in allen Facetten. Das hektische Treiben, bei dem man aufpassen muss, nicht umgerannt zu werden, schlaucht aber auch ganz schön. Dann gibt uns Michael den Rest!!! Zähnezeigendes SmileyEs geht in das Vergnügungsviertel Odaiba: Da Schulferien sind, ist auch jede Altersklasse Schulkinder unterwegs mit entsprechender Geräuschkulisse. Da es noch sehr zeitig ist sparen wir uns jegliche Attraktionen und begnügen uns mit Anschauen und Kilometerfressen.

    Danach geht es nach Shibuya in das jugendliche Tokyo. Hier geht es um sehen und gesehen Herz werden sowie jede menge Konsumtempel der Extraklasse. Wir lassen uns nieder und die Alten lästern, schauen und versuchen zu verstehen. Jetzt reichts: Ab ins Ryokan, duschen (selbst dazu ist Mutter erstmal nicht mehr fähig) und schlafen. Am Abend nochmals Start zum lecker essen. Smiley mit geöffnetem Mund Morgen geht es ins Onsen - das haben wir uns verdient.
    03 augustus

    Universal Studios Japan

    28.07.2007 bis 02.08.2007

    Die nächsten Tage hab ich erstmal gar nichts gemacht. Smiley mit herausgestreckter Zunge Wollte mich mal ein bisschen ausruhen und nicht immer nur Party, Party, Party. Hab viel gelesen, gelernt und Videospiele gezockt. Am Mittwoch bin ich dann zu Yumi nach Osaka. Ausserdem waren noch Yuka, Natsumi und das Mädchen aus Kobe (Naoyo) gekommen. Ihre Mutter hat lecker Sukiyaki gemacht und wir haben viel geredet (Yumi hat in ihrer Kindheit in der Schweiz gelebt und so hatte mir ihre Mutter viel zu erzählen Smiley - war sehr nett das alles auf Japanisch zu diskutieren). Danach sind Yumi, Yuka, Natsumi und ich in tarditioneller Kleidung zu einem Feuerwerk gegangen. Leider habe ich nur 4 Stunden Schlaf bekommen Enttäuschtes Smiley und wir sind dann am nächsten Tag gleich in die Universal Studios Japan (USJ).

    Ich wurde aber sehr schnell wieder munter als wir die erste (und einzig richtige) Achterbahn gefahren sind.Weinendes Smiley Also mich schockt sonst nichts aber danach ging mein Puls echt hoch wie eine Rakete. Das hab ich noch nicht erlebt. Leider gibt es sonst keine Achterbahnen aber die Shows und anderen Attraktionen waren auch geil. Insgesamt hat mir das Disney Sea in Tokio besser gefallen aber alles in allem ein schöner Freizeitpark. Man wird bei jeder 2. Attraktion nass und so waren wir kaum getrocknet da ging es schon wieder los. Alle Attraktionen hatten etwas mit den Filmen von Universal zu tun: Zurück in die Zukunft, Backdraft, Terminator, E.T., Snoopy, Jurassic Park etc. Am Abend waren wir dann bei einem Freund von Yumi und Natsumi im Izakaya und haben uns von ihm leckere Sachen servieren lassen. Animoticon Die Mädels waren sehr nett und ich werde diese 2 Tage nicht so schnell vergessen weil ich auch wieder einen guten Einblick in das Leben der Japaner erhalten konnte. Smiley mit geöffnetem Mund
    28 juli

    Tag am See

    22.07.2007 bis 27.07.2007

    In den letzten Tagen habe ich viel in Osaka gemacht: Ich habe das Tenjin Matsuri gesehen, dass auch zu den grössten Festen in Japan gehört. Leute in Yukata essen und betrinken sich an sehr vielen interessanten Ständen. Schlafender Halbmond Am Dienstag fuhren auf dem Fluss Schiffe mit Lichtern und Musik und am Mittwoch gab es dann ein grosses Feuerwerk. Das konnte ich aber leider nicht sehen weil ich da in Kobe war.

    Kobe ist ja besonders für sein gutes Rindfleisch (die Viecher kriegen Bier - ich will auch ein Kobe - Rind werden) und für das grosse Erdbeben von 1995 bekannt, bei dem ca. 6000 Menschen starben und ganze Stadtteile ausgelöscht wurden. Dementsprechend sieht hier alles superneu und schick aus. Ich bin der Einladung von einem Ehepaar gefolgt, deren Tochter geht im nächsten Semester nach Mannheim. Es war unglaublich: Sie haben mich in ein sehr teures Restaurant eingeladen Stern und mir ein bisschen Kobe gezeigt, bevor ich dann ihre Wohnung gesehen hab. Diese ist sehr westlich orientiert und in der Garage haben sie einen Mercedes und einen Ferarri stehen. Ihre Tochter ist zudem auch superniedlich und sehr nett. Smiley mit herausgestreckter Zunge

    Am Donnerstag habe ich dann das Aquarium in Osaka gesehen. Der Eintritt ist zwar etwas happig aber es hat sich wirklich gelohnt. Nunja, am Abend hab ich mit einer Freundin in meinen Geburtstag reingefeiert bevor am Freitag dann die richtige Party stattfand. GeburtstagstorteParty-SmileyEs war sehr komisch nicht mit meinen Leuten in Deutschland feiern zu können aber es war einfach nur spitze. Ich bin mit etwa 5 Ausländern und 5 Japanerinnnen (ich habe bewusst nur sehr enge Freunde eingeladen) an den Biwa-ko See gefahren. Das Wetter hätte besser nicht sein können. Ich hatte mit jemandem japanisches Essen vorbereitet (siehe Bild) und sogar in einem Laden deutsches Bier gekauft. Philipp und ich waren glücklich. Wir sind dann alle schwimmen und haben den Tag am See genossen Insel mit Palmen - ich fand es wirklich herrlich mit besten Freunden guten Essen und Bier in ausgelassener Stimmung den Tag dort zu verbringen. Es war einer der besten Geburtstage, die ich hatte.

    Ich habe allerlei japanische GeschenkeGeschenk, wie Fächer oder Figuren, bekommen. Der Hammer war aber eine 2L Flasche besten Sake´s mit Gläschen die Phillip und ich "Die Mutter aller Sakeflaschen" getauft haben. Wir haben es dann auch selbst zu zehnt nicht geschafft die Flasche zu killen. Schön im Vollsuff haben wir den Tag dann im Karaoke ausklingen lassen - das war entsprechend lustig.
    15 mei

    Aoi Matsuri

    14.05.07 - 15.05.07

    Ich weiß nicht, seit letzter Woche habe ich irgendwie mehr Japaner (naja eigentlich nur Japanerinnen ) kennengelernt als mein Gedächtnis fassen kann - und es werden jeden Tag mehr. Wenn ich über den Campus spaziere vergehen kaum ein paar Minuten das mich nicht irgendjemand freundlich grüsst. Im ersten Moment frage ich mich meistens: "Wer war das nochmal?". Meistens labern wir dann ein bisschen - manche würden das vielleicht nervig finden aber da es hier ja um die Sprache geht macht es mir viel Spaß neue Leute kennenzulernen. Im Café hab ich mit Philipp eine Wette gemacht, dass Tokyo nicht weiter als 350km Luftlinie von Kyoto entfernt läge (er hatte nämlich irgendwas von 600km erzählt). Es stellte sich heraus das es etwa 370km sind aber weil es so verdammt knapp war haben wir die Wette annuliert und es gab kein Sixpack.

    Heute morgen bin ich nach zu kurzem Schlaf zum Kaiserpalast gefahren weil dort das zweitwichtigste Fest in Kyoto stattfand: Aoi Matsuri (Malvenfest). Es wird zu Ehren der erhörten Gebete der Götter gehalten. Die Parade war wirklich superschön: traditionelle Kostüme, Pferde, Festwagen, Blumen, sowas ähnliches wie Geishas und Krieger. Einzig die traditionelle Musik hat mir gefehlt - irgendsoeindoofer Ansager hat immer was über Lautsprecher gelabert. Natürlich durften die Menschenmassen nicht fehlen aber weil der Park des Kaiserpalastes riesig ist war es kein Problem. Abends waren wir dann noch mit 2 Japanerinnen Ramen essen (Ramen - I´m lovin it!).
     
    20 april

    Hello, Hallo, Olla, Konnichi ha, Bonjour...

    16.04.07- 20.04.07

    Oh Mann. Nach 6 Stunden Japanisch am Tag hat man irgendwie keinen Bock mehr Japanisch zu sprechen und ist froh wenn man Englisch oder Deutsch benutzen kann. Ich hab aber trotzdem beschlossen mehr mit Japanern in ihrer Landessprache zu reden sonst wird das hier nix mit lernen. Gestern war eine kleine Party bei einer Australierin in unserem Kurs. Sie hat lecker Essen gekocht und es ging wieder total durcheinander mit den Sprachen: Englisch, Deutsch, Niederländisch, Spanisch, Französisch, Japanisch: Manchmal stehe ich einfach nur vor einer Person und frage mich "Äh, welche Sprache sollte ich jetzt benutzen." Ich mixe auch ständig Wörter aus den verschiedenen Sprachen wenn ich mal was vergessen habe. Es kann manchmal ziemlich verwirrend sein.

    Jaaa, endlich hab ich ein Handy. Man findet hier schwerer Bekanntschaften ohne so ein Ding. Die japanischen Handys sind supermodern und kosten auch lange nicht soviel wie in Deutschland. YATTA. In Japan sendet auch kein Schwein mehr SMS - hier geht alles über EMail. Es haben sich an der Uni auch schon so einige Grüppchen rausgebildet. Ich bin oft mit Phillip (Deutsch), Carla (Peru) und Wilbert (Niederlande) und Kotaro (Japan) zusammen und das macht viel Spass. Wir denken daran in der Goldenen Woche eine Reise zu machen.

    Heut morgen hatten wir so einen beschissenen Test der die gesamte Woche zusammenfasst. Ich hoffe es wird nicht allzu schlimm. Danach sind wir erstmal schön Sushi mammeln gegangen. Mmmhhhhh - ich kann gar nicht genug bekommen (und es ist soo billig). Man kann die kleinen Teller dann in so einen Schacht am Tisch schieben und bei 5 Tellern erscheint dann eine Slotmaschine auf dem Bildschirm. Die anderen haben noch nie etwas gewonnen aber bei mir hats (obwohl ich bei sowas eigentlich nie Glück habe) gleich geklappt. Der Preis? Ein Sushi als Stofftier! Naja, Japan eben!
    04 april

    Interview

    04.04.07

    Heute fand der mündliche Test statt. Ich musste mich etwa 30 Minuten mit einer Japanerin unterhalten, die mir allerlei lustige (und auch weniger lustige) Fragen gestellt hat. Das war zwar nicht super aber es lief besser als ich gedacht hatte. Wir haben uns über deutsches Bier und Politik unterhalten. In einen kleinen Rollenspiel hatte ich die Aufgabe eine Japanerin abzuwimmeln, die ein Date haben möchte (naja, dass viel mir nicht so schwer ). Am Ende habe ich mich erinnert was mein Vater mal gemacht hat und habe den Spieß umgedreht und die Japanerin ausgefragt, sodass sie nicht mehr so komische Sachen fragen konnte.

    In der Asian Libary kann man sie japanische Literatur in deutscher Übersetzung holen - sehr praktisch und billig wenn es sonst nur Japanisch und Englisch gibt. Am Abend bin ich dann zum Frisör weil es echt nicht mehr auszuhalten ist mit meinen langen Haaren. Ich hatte die Befürchtung das es nachher aufgrund von Verständigungsschwierigkeiten noch viel schlimmer aussieht als vorher. Aber es ging schon ich konnte ihr in einer Zeitschrift auch ein Bild zeigen wie es ungefähr sein soll. Nachdem sie gesagt hat wie toll sie meine Haarfarbe und meine dicken Haare findet sah ich dann endlich wieder wie ein Mensch aus.

    29 maart

    Studentenbude

    27.03.07 – 29.03.07

     Ich habe mich gut eingelebt. Die Leute hier sind wirklich sehr nett aber wenn die Holländisch babbeln versteh ich immer nur fetzen. Gestern abend haben wir eine kleine Wohnheimparty gemacht (es wurde eine Japanerin verabschiedet, die in die Niederlande geht). Leider musste ich feststellen, dass alle besser Japanisch können als ich. Das ist blöd – ich muss mich sehr anstrengen. Liegt vielleicht aber auch daran, dass sie „nur“ Japanologie studieren und ich kann mich ja wegen BWL leider nicht voll und ganz dem Erlernen der Sprache widmen. Naja, dafür bin ich ja hier in Kyoto. Es fällt mir schwerer die Leute zu verstehen als selber zu sprechen. Wenn ich nämlich selber spreche, dann kann ich fehlende Vokabeln (davon gibt es einige) durch Umschreibungen umgehen.

     Ich habe die Gegend hier ein bisschen erkundet – fast alles was man so braucht ist in der Nähe. Ich bin sehr zufrieden. Hab jetzt auch rausgefunden wie ich hier an Internet komme.

    11 maart

    Helloooo Tokyooooo~~~~~~

    10.03.07


    Die Party stieg wieder mal in Shibuya. "La Fabrique" ist ein französisch angehauchtes Restaurant, dass in den Abendstunden zum Club wird. Die Location war eher klein (in Tokyo ist ja jeder m² ein Vermögen wert) - etwa 350 Leute. Dementsprechend eng ging es auch zu. Es waren mir viel zu viele Ausländer da: Die sind immer so groß und schubsen - das nervt echt wie die Sau. Es gab 4 DJ´s, die teilweise richtig gut aber auch manchmal nur Durchschnitt waren. Auf jedenfall waren sie irgendwie alle Freaks: Die erste war eine kleine Japanerin wo man wirklich nicht vermutet hätte, dass sie auflegt. Dann kam so eine Art Sunnyboy und danach ein etwas älterer mit Lederjacke, Schal, komischer Frisur und einem Klaus Kinski T-Shirt. Das beste war, dass es keinen Eintritt gekostet hat. Ich hätte auch nochmal zu Shinichi Osawa gekonnt (der DJ aus Kyoto), der an diesem Abend auch in Shibuya auflegte aber das hätte schon wieder knapp 20 Ocken gekostet.

    An diesem Abend hab ich auch einen Rekord aufgestellt: Ich habs diesmal gleich bei 3 hübschen Mädels, die auf mich zugegangen sind, versemmelt.
      Ich will an dieser Stelle nicht auf die Details eingehen aber diesmal war es wirklich extrem. Irgendwie bin ich zu blöd eine Frau abzuschleppen. Naja, die wollen eh immer nur das eine - mein Geld! Ich hab aber keins und so ist das dann wohl.
    09 maart

    Disney Sea

    09.03.07


    Der Disney Sea Vergnügungspark liegt gleich neben dem Tokyo Disneyland - ist aber mehr für Erwachsene und Jugendliche (natürlich sieht man aber auch hier Kinder). Es ist eine verdammt schlechte Idee, morgens um 7 Uhr mit der Tokyo Metro zu fahren - es war die reinste Hölle.  Ich musste wirklich um jeden cm kämpfen und die sonst so rücksichtsvollen Japaner werden auf einmal sehr egoistisch (drängeln, schubsen, nerven - wer Rücksicht nimmt verliert). Endlich angekommen hab ich dann Tomoko getroffen.

    Der Park ist nicht so groß wie sein Nachbar und man hat die besten Attraktionen schnell durch. Da es eine neue Attraktion gab, stand dort vor dem Eingang eine über 1km lange Schlange. Tomoko wollte da ernsthaft anstehen aber da hab ich protestiert. Wir sind dann kurz vor Schließung des Parks (um 22:00 Uhr) nochmal hingegangen und haben nach 25min. einen freien Fall erlebt - das war geil aber Tomoko hatte voll Schiss, hehe. Ansonsten gab es die üblichen Freizeitpark Attraktionen: Achterbahn, Fressen, Shows, Merchandising und Nachbildungen von Landschaften (Amerika, Italien usw.). Natürlich hatten die meisten Sachen etwas mit den Disneyfilmen zu tun. Etwa 60% der Besucher liefen mit Micky- oder Minniemaus Ohren rum - auch manche Jungs. Bei einigen sieht es doof aus aber hey, es sind Japaner - die dürfen das! Tomoko hat ihre Ohren leider vergessen.

    Auch bei einer romantischen Gondelfahrt in Venedig zeigte sich das Gruppengefühl der Japaner. "So, jetzt machen wir alle die Augen zu...So, jetzt klatschen wir alle...So, jetzt sprechen wir alle ein Wort italienisch..." Und die Japaner haben natürlich unisono genau das gemacht, was der Gondoliere gesagt hat. Beim Feuerwerk hat ein Mann uns eingewiesen, wo wir denn hinschauen sollen wenn es los geht - also beim besten Willen, ein Feuerwerk kann man doch nun wirklich nicht übersehen!!? Tomoko meinte, es sei doch nett das es gesagt wird. Man möchte halt nicht plötzlich überrascht werden. Jaja, so sind sie. Aber ich mag dieses süße Völkchen.

    Ansonsten fand ich natürlich die Indiana Jones Achterbahn ganz ganz toll. Wollte mir auch einen Hut kaufen aber für 40 Euro war mir das Ding zu teuer (dann doch lieber Ohren). Die Ausländer konnte man in diesem Park übrigens an einer Hand abzählen. Ich hab mich also angepasst und immer übertrieben gekreischt und solange gewunken bis mir die Hand abfällt. In einem Schiff haben wir abends noch ein Bier getrunken und die tolle Atmosphäre der 1920iger Jahre genossen (mit Live Musik). Vom Deck konnten wir dann das Meer sehen - *schööööön*. Das muss man sich mal vorstellen: Ein Deutscher und eine Japanerin sind in Tokyo auf einem amerikanischen Schiff, essen Popcorn und blicken auf Venedig. Die Welt ist klein.
     
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